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Opel Antara GTC: Gran Turismo Crossover auf der IAA 2005
![]() "Der Antara GTC vermittelt schon im Stand ein Gefühl von Abenteuer. Er nimmt die aktuelle Opel-Designsprache auf und interpretiert sie neu im SUV-Format", erklärt Bryan Nesbitt, Executive Director, GM Design Europe. "Und im Gegensatz zu traditionellen Offroader-Konzepten zeigt der Antara GTC deutlich, dass sein wahres Revier eher auf der Straße als in schwerem Gelände zu finden ist."
Mit einer Reihe optischer und technischer Details sowie seinem Opel-typisch flexiblen Innenraum wird die Studie gleichzeitig hohen praktischen Ansprüchen gerecht. So ist die Heckklappe zentral an einem Pantograph-Scharnier angelenkt. Dank dieser innovativen Konstruktion schwenkt sie beim Öffnen direkt nach oben sowie vorne, zwingt daher nicht dazu, zunächst einen Schritt zurückzutreten, und erleichtert so das Beladen. Die beiden hinteren Einzelsitze können vom Heck des Fahrzeugs aus völlig versenkt werden. Dadurch entsteht eine komplett ebene Ladefläche. Die Frontsitze sind auf Mono-Schienen verankert und wirken wie schwebend im Innenraum angeordnet. Mit Hilfe eines EasyEntry-Systems gleiten sie auf Knopfdruck ganz nach vorn zur Instrumententafel, um den Einstieg in den Fond zu erleichtern.
Mit dem Antara GTC setzt Opel seine Reihe spannender Studien fort, die die neue dynamische Formensprache in verschiedenen Fahrzeugklassen jeweils akzentuiert auf das jeweilige Segment neu interpretiert haben. Dazu gehören Konzepte wie der GTC Genève (Genf 2003), Insignia (IAA 2003), Trixx (Genf 2004) oder VX Lightning (London 2003). Das Außendesign
Der Grundkörper der Karosserie (Abmessungen Länge/Breite mit Außenspiegeln/Höhe mit Dachreling 4.530/1.970/1.640 mm) ist einerseits charakteristisch für einen Geländewagen: Kurze Überhänge für große Böschungswinkel, stabile Flanken, kräftige Seitenschultern und Radausschnitte sowie steil stehende Fenster. Andererseits integriert er typische Wesensmerkmale eines Coupés: Zwei Türen und Heckklappe, eine geschlossene Seitenfenstergrafik ohne B-Säule, ein vor allem durch geschickte Gestaltung der C-Säule elegant nach hinten abfallendes Dach und eine dynamisch ansteigende Seitenlinie.
Das Styling nimmt die aktuelle Designsprache von Opel auf, die mit Speedster, Astra, Tigra und Zafira erfolgreich in Serie ging. Weitere Ausprägungen wurden mit Studien wie GTC Genève (konsequente Dynamik in kompakter Form, Genf 2003), Insignia (neuartige Eleganz einer großen Limousine, IAA 2003), Trixx (extreme Flexibilität in kürzester Form, Genf 2004) oder VX Lightning (purer Fahrspaß eines Roadsters, London 2003) gezeigt. Antara GTC-Designer Kurt Beyer freut sich: "Bei aller Familienähnlichkeit lässt unsere Formensprache genügend Raum für individuelle Gestaltung und den Ausdruck unterschiedlicher Lebensstile."
Vorderer und hinterer Unterfahrschutz wirken nicht nur wie aus dem vollen Aluminium gefräst - sie sind es auch. Das Gleiche gilt für den Ladekantenschutz des Gepäckraums. Der V-förmige Kühlergrill aus gebürstetem Aluminium, der in ähnlicher Form schon bei der Limousinenstudie Insignia debütierte, findet seine Entsprechung in der nach unten schmaler werdenden Heckklappe. Eine Reminiszenz an den Insignia sind auch die bündig in die Karosserie versenkten Türgriffe. Sie gleiten erst heraus, wenn sich der mit einem elektronischen Türöffner (Transponder) ausgerüstete Besitzer dem Fahrzeug nähert.
Vertrautes in neuer Form findet sich am Dach des GTC. Wie optional beim neuen Zafira verlaufen längs über den Köpfen der Passagiere zwei Fenster, die für Helligkeit im Innern sorgen. Der Längssteg dazwischen, innen mit Ablagefächern ausgestattet, wirkt wie der Haarkamm eines Irokesen und hat das Zeug dazu, ein wiederkehrendes Stilelement der Opel-Formensprache zu werden. Der Steg endet in einem speziellen Pantograph-Scharnier, an dem die Heckklappe befestigt ist. Dieses innovative Konzept, das in ähnlicher Form bereits bei Insignia und Trixx eingesetzt wurde, lässt beim Öffnen der Hecktür zwei Bewegungen gleichzeitig zu: Nach oben und nach vorn. So braucht man beim Öffnen und Schließen nicht zurück zu treten, und selbst in engen Parklücken bleibt der Zugang zum Gepäckraum frei. Der Innenraum
Das Panorama-Dachsystem – bereits für den Opel Zafira angeboten - wurde für die Studie weiter entwickelt. Es bietet den Insassen dank zwei großer Glasflächen eine besonders angenehme, lichte ReiSEATmosphäre. Dunkel getöntes Glas bietet Schutz vor zu starker Sonneneinstrahlung. Zudem beherbergt die über die volle Innenlänge reichende, mittig angeordnete Dachkonsole zusätzlichen Stauraum. Eine weitere raffinierte Unterbringungsmöglichkeit für Alltagsutensilien bietet eine spezielle Ledertasche, die sich auf einer Schiene zwischen den Vorder- und den Rücksitzen verschieben lässt. Zum Shopping oder Sightseeing kann sie aus dem Auto mitgenommen werden. Ein prägnantes Detail ist die weit in den Innenraum gezogene Mittelkonsole. Sie beherbergt nicht nur den kompakt-griffigen Schalthebel des automatisierten Schaltgetriebes, sondern auch drei große runde Lüftungsdüsen sowie die Bedienelemente des Infotainment-Systems und der Klimaanlage. Seitliche Haltegriffe unten an der Mittelkonsole spiegeln den Offroad-Charakter der Studie wider. Der ungewöhnliche Materialmix des Antara GTC prägt ganz besonders die Mittelkonsole: Die Lüftungsdüsen treten plastisch aus der in glänzendem Klavierlack gehaltenen Umgebung hervor, und der Schalthebel wird umrandet von einer Fläche aus gebürstetem Edelstahl. Wie das eigentliche Cockpit sind die Bedienfelder für Infotainment-System und Klimaanlage türkis hinterleuchtet. Ebenfalls türkis hinterleuchtet und in einem Aluminium-Gehäuse untergebracht, demonstriert die Instrumentierung strukturelle Stärke und optische Eleganz. Displays in den beiden Rundinstrumenten informieren beim Offroad-Einsatz, in welcher Steigung oder welchem Gefälle sowie welcher Schräglage sich der Antara GTC gerade befindet.
Automatisch variabel: Clevere Ideen für Sitze und Laderaum Die insgesamt vier Sitze wirken mit ihrer starken Konturierung wie auf die Passagiere zugeschnitten. Die Frontsitze sind auf Mono-Schienen verankert und scheinen so im Innenraum zu schweben. Mit Hilfe eines EasyEntry-Systems gleiten sie auf Knopfdruck ganz nach vorn zur Instrumententafel, um den Einstieg in den Fond zu erleichtern. Eine Sitzbelegungserkennung stellt sicher, dass während des Vorgangs die Plätze frei sind. Die Rücksitze können automatisch komplett im Ladeboden versenkt werden. das Transportvolumen steigt dann auf stattliche 2.400 Liter nach VDA-Norm. Der Laderaum ist vollkommen eben bis zu den Vordersitzen und auch in der Tiefe leicht zu beladen. Dafür sorgt ein beweglicher doppelter Boden, dessen obere Hälfte nach dem Einladen wie ein Tablett spielend leicht nach vorn über die geklappten Rücksitze geschoben werden kann. Auch hier wird als Verkleidungsmaterial das unempfindliche Sisal eingesetzt. "Mit dem Antara GTC können wir erneut zeigen, dass sportliches Design praktische Innenräume nicht ausschließt. Diese Kombination ist eine Kernkompetenz von Opel", fasst Frank Leopold, Manager GME Innovation, Show Cars and Advanced Packaging, das Innenraumkonzept der Studie zusammen. Der Antrieb
Angetrieben wird die Opel-SUV-Studie von einer 156 kW/212 PS starken TWINTURBO-Version des erfolgreichen 1.9 CDTI ECOTEC Common-Rail-Dieselmotors. Mit seinem kräftigen Drehmoment bei niedriger Drehzahl (Maximalwert: 400 Nm ab 1.400 min-1) ist der zweistufig aufgeladene Konzeptmotor für diesen Fahrzeugtyp geradezu prädestiniert. In Kombination mit dem Sechsgang-Automatikgetriebe ergeben sich für den allradgetriebenen Antara GTC ausgezeichnete Fahrleistungen: In Computer-Simulationen ermittelt wurden 201 km/h Spitze und eine Beschleunigungszeit von 0 auf 100 km/h in 8,3 Sekunden. Zu den technischen Merkmalen des quer eingebauten Vierzylinders zählen zwei oben liegende Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder und eine variable Geometrie der Turboleitschaufeln. Die Treibstoffzufuhr zu den Zylindern erfolgt über ein Common-Rail-System mit bis zu 1.600 bar Druck. Kern der innovativen TWINTURBO-Technologie des Konzept-Dieseltriebwerks ist die Aufladung des Motors durch zwei Abgasturbolader, die im Gegensatz zur Biturbo-Technik nicht parallel, sondern seriell arbeiten: Ein kleinerer, schnell ansprechender Turbolader ist für den unteren Drehzahlbereich zuständig, ein großer, auf hohen Durchsatz ausgelegter Lader schaltet sich bei steigender Drehzahl zu. Dank der überlegenen Systemeffizienz ermöglicht TWINTURBO eine extrem hohe spezifische Leistung, ohne die sonst damit einhergehenden Nachteile bei Kraftstoffkonsum und Emissionsverhalten in Kauf nehmen zu müssen. Wie alle Serien-Pkw von Opel, ist die Studie Antara GTC mit dem wartungsfreien Diesel-Partikel-Filtersystem (DPF) ausgerüstet. Ganz dem agilen Handling verpflichtet ist ebenso das moderne Fahrwerk des Antara GTC. An der Vorderachse kommen McPherson-Federbeine zum Einsatz, hinten verfügt er über eine Vierlenker-Achse. Präzise Lenkmanöver garantiert die servounterstützte Zahnstangen-Lenkung. Entwicklung
Der Opel Antara GTC wurde nicht nur im Internationalen Technischen Entwicklungszentrum in Rüsselsheim konzipiert - er wurde dort auch von Hand gebaut. Er ist damit die erste fahrfertige Studie seit langem, die nicht bei einem darauf spezialisierten Karossier entstand, sondern konsequent hausintern entwickelt und gebaut wurde. Selbst die aufwändigen Front- und Heckscheinwerfer mit LED-Technologie sowie die zahlreichen Aluminium- und Edelstahl-Komponenten (unter anderem Unterfahrschutz, seitliche Belüftungsöffnungen für den Motor und Grill-Streben) sind "Made by Opel". Einzige Ausnahme bilden die gemeinsam mit Dunlop gefertigten Reifen. Rund 70 Ingenieure und Techniker aus den Bereichen Prototypenbau, Design und Vorausentwicklung waren daran beteiligt, dass die handwerklich hochwertige SUV-Studie eine der Hauptattraktionen der diesjährigen IAA ist. Die Vorteile der Inhouse-Entwicklung sind vielfältig: "Kurze Wege ermöglichen schnelle Entscheidungen", lobt der verantwortliche Designer Kurt Beyer. Außerdem ist die Übermittlung von Konstruktionsdaten innerhalb des Unternehmens-Netzwerks einfach; und das Hintergrundwissen, wie die Fahrzeuge des Konzerns konstruiert sind, erleichtert den Aufbau entscheidend. Hinzu kommt: "Die emotionale Verbundenheit mit dem Produkt ist naturgemäß viel stärker als bei einem Lieferanten, der für zahlreiche Firmen Konzeptautos baut", freut sich Gerhard Mathes, Projektleiter der Studie. Viele Mitarbeiter seien über sich hinausgewachsen, indem sie erfolgreich Neues probiert hätten. "Das ist Know-how, das dem Unternehmen zugute kommt", so Mathes. Man habe damit außerdem die Devise des GM Europa-Präsidenten Carl-Peter Forster, so viel Arbeit wie möglich ins Haus zu holen, umgesetzt. Möglich wurde dies auch, weil das Antara GTC-Konzept ein für eine Studie relativ langfristig angelegtes Projekt war. Mathes: "Bei Kapazitätsengpässen werden wir die bewährte Zusammenarbeit mit den spezialisierten Karosseriebauern in Oberitalien sicher auch in Zukunft fortsetzen." |